Mathias Gabathuler
hat Gespräche zum Sportpark Gründenmoos wieder aufgenommen.
Im September 2024 wurde in Wolfhalden das Projekt «Zukunft Schule Wolfhalden» an der Urne abgelehnt. Zur Wiederaufnahme des Projekts wurde im Sommer eine neue Arbeitsgruppe gegründet. An der öffentlichen Informationsveranstaltung vom 5. November wurde allen Anwesenden ein öffentliches Schreiben vorgelesen. Dieses beantwortete der Gemeinderat nun.
Schulraum In Wolfhalden wird schon seit längerer Zeit über die Schulraumplanung gestritten. Im öffentlichen Schreiben wollten die Verfasser, zwei Vertreter einer IG, Urs Sturzenegger und Stephan Wüthrich Fragen zum Stand der Dinge bei der Schulraumplanung von der Gemeinde beantwortet haben. «An der Podiumsveranstaltung vor über einem Jahr im Kronensaal wurde vom Gemeinderat festgehalten, dass die Schule stark unter Zeitdruck stehe bezüglich einer Schulraumerweiterung », schreiben Sturzenegger und Wüthrich. Mit dem Voranschlag liege eine provisorische Schulraumerweiterung vor, welche es aus ihrer Sicht umzusetzen gelte, um der Schule ihre Handlungsfähigkeit zu gewähren. «Obwohl bis zum heutigen Datum ein ausgewiesener Raumbedarf der Öffentlichkeit nie kommuniziert wurde», so die beiden weiter. Und: Mit einem Ja zum Provisorium müssten sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bewusst sein, dass sie zu einer Schulraumerweiterung Ja gesagt hätten. Im August sei auf der Homepage der Gemeinde zu lesen gewesen sei, dass die Schulraumplanung 2.0 aufgegleist worden sei und eine Arbeitsgruppe ihre Arbeit aufnehmen werde. «Ebenfalls war zu lesen, dass der Fokus zu Beginn auf die Aufarbeitung des abgelehnten Projekts gelegt wird», so Sturzenegger und Wüthrich. Deshalb seien nun Fragen an den Gemeinderat aufgetaucht – diese wurden an der Infoveranstaltung verlesen und nun durch den Gemeinderat beantwortet.
So stellten Sturzenegger und Wüthrich im November fest, dass seit der Medienmitteilung im August beinahe drei Monate verstrichen sind. «Wann findet nun der angekündigte Aufruf an die Bevölkerung statt, um Vertretungen mit Einsitz in die Arbeitsgruppe zu finden?», wollten sie wissen. Der Gemeinderat betonte, dass im August klar kommuniziert wurde, dass die Arbeitsgruppe den Fokus stark auf die Aufarbeitung des abgelehnten Projekts lege. Mit den beiden Mitgliedern der Hochbau- und Schulkommission seien Vertretungen aus der Bevölkerung abgebildet. «Ihnen sollte bewusst sein, dass die Aufarbeitung des abgelehnten Projekts nicht innert Wochenfrist erledigt ist. Auch wissen Sie über die bis am 30. November gelaufene Umfrage Bescheid, die die Gründe der Ablehnung weiterer Personen aus der Bevölkerung aufzeigen soll», heisst es in der Antwort der Gemeinde. Mit Auswertung dieser werde sich zeigen, wie sich die Bevölkerung zur Mitarbeit am Projekt einbeziehen lassen wolle. «Die Arbeitsgruppe ist bestrebt, den Willen der Bevölkerung zu berücksichtigen », so die Gemeinde weiter. Nach welchen Kriterien die Vertretungen aus der Bevölkerung gesucht werden kann der Gemeinderat deshalb jetzt noch nicht beantworten – das kläre sich mit der Auswertung der Umfrage.
Zudem wollten Sturzenegger und Wüthrich wissen, ob zur Aufarbeitung des abgelehnten Projekts nicht auch die Petitionäre als Vertreter von über 300 Mitunterzeichnenden dazugehören würden. «Insbesondere weil sich diese zwei Mal für Gespräche mit Ihnen angeboten haben?» schrieben die beiden. An der Versammlung sei bereits ausgeführt worden, so die Gemeinde, dass die Arbeitsgruppe Schulraumplanung 2.0 wisse, was die Petitionäre für nicht gut empfunden hätten. «Es wird daher zum aktuellen Zeitpunkt als wenig zielführend erachtet, diese Gründe erneut abzuholen. Für die weiteren Schritte des Projektes ist eine Zusammenarbeit, in welcher Form auch immer, nicht ausgeschlossen.» Zum Schluss thematisierten Sturzenegger und Wüthrich noch, dass Architekt Hubert Bischoff aus Wolfhalden sich bereit erklärt haben soll, zur Schulraumplanung kostenlos eine Studie zu erstellen und erst bei einer allfälligen Ausführung die Kosten zu berechnen. Die Gemeinde meinte, dass Gemeindepräsident Gino Pauletti in einem Gespräch mit Bischoff dieses Angebot zurückgewiesen habe. Wer denn ein allfälliges neues Vorprojekt erstellen wird, sei noch offen. «Als Gemeinde hat man sich jedoch strikt an die Vorgaben des öffentlichen Beschaffungswesens zu halten» heisst es in der Antwort der Gemeinde.
sro
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