Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Sportchef Roger Stilz (li.) und Präsident Matthias Hüppi umrahmen Trainer Enrico Maassen nach der vorzeitigen Vertragsverlängerung. z.V.g.
Nachdem die restlichen Teams der Liga ihren ersten Meisterschafts-einsatz bereits hinter sich haben, startet am Sonntag auch der FCSG mit einem Heimspiel gegen Servette ins neue Fussballjahr. Gegen die Genfer feierte das Team von Enrico Maassen im ersten Direktduell in dieser Saison auswärts einen überzeugenden 4:1-Sieg.
Fussball In der kurzen Winterpause hat der FC St.Gallen drei Transfers vermeldet, wobei die beiden Abgänge keine Schlüsselspieler betreffen. Die St.Galler beendeten die Leihe von Stürmer Shkelqim Vladi und leihten ihrerseits Abwehrspieler Stephan Ambrosius bis Ende Saison an den Karlsruher SC in die 2. Bundesliga aus. Sowohl Vladi als auch Ambrosius spielten im bisherigen Saisonverlauf nur eine Nebenrolle. Auch einen Zugang konnten die St.Galler vermelden. Mit Colin Kleine-Bekel stiess ein 22-jähriger Abwehrspieler von Bochum zu den St.Gallern. Die weitreichendste Personalentscheidung in der Winterpause betrifft Trainer Enrico Maassen, dessen Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis 2028 verlängert wurde. Es ist ein Zeichen der Clubführung, dass man mit der Arbeit des Deutschen zufrieden ist und man weiterhin auf Kontinuität in der sportlichen Entwicklung setzt. Zwar ist das Transferfenster in der Schweiz noch bis am 16. Februar geöffnet, doch scheint der FCSG seine Schlüsselspieler auch fürs zweite Halbjahr zusammenhalten zu können.
Alles andere wäre auch schwer verständlich, schliesslich steht der FC St.Gallen finanziell auf einem sehr soliden Fundament und sportlich bietet sich in dieser Saison eine vielleicht einzigartige Gelegenheit. Basel und YB offenbaren ungewohnte Schwächen und der FCZ, der als einziger Club in den letzten 20 Jahren in die Phalanx der beiden Schwergewichte als Meister einbrechen konnte, ist in diesem Jahr kein Titelkandidat. Die Chancen stehen gut, dass der Schweizer Meister erstmals seit dem letzten Titelgewinn von GC 2003 nicht Basel, Zürich oder YB heissen wird, wenn auch gerade die Bebbi selbstverständlich noch nicht abgeschrieben werden dürfen. Der FCSG ist dabei nach der Entwicklung der letzten Jahre und als Tabellenzweiter ein ernsthafter Anwärter auf den Meistertitel – auch wenn die hohen Erwartungen in der Ostschweiz im zweiten Halbjahr zuletzt oft enttäuscht wurden.
Mit einem Sieg ins neue Fussballjahr zu starten, wäre im Meisterrennen äusserst hilfreich und würde den Rückstand auf Leader Thun zumindest nicht anwachsen lassen. Servette als Gegner vom Sonntag hat bereits zwei Partien hinter sich und dabei gegen Lausanne und Zürich insgesamt nur einen Punkt geholt. Ohnehin spielen die Genfer eine bisher enttäuschende Saison. Sie belegen nach 20 Spielrunden nur den 10. Platz und befinden sich erstmals seit vielen Jahren statt in der Spitzengruppe im Abstiegskampf. Das erste Direktduell zwischen St.Gallen und Servette steht symptomatisch für den Saisonverlauf der beiden Mannschaften. Die St.Galler siegten am zweiten Spieltag auswärts überzeugend gleich mit 4:1. ⋌tb
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