Jeyakumar Thiurairajah
wurde als St.Galler Stadtparlamentspräsident vorgeschlagen.
Der Museumsbetrieb des Stiftsbezirks verkaufte dieses Jahr rund 194'000 Tickets.
Der Museumsbetrieb im Stiftsbezirk St.Gallen steuert auf ein Rekordjahr zu. Mit voraussichtlich rund 194'000 verkauften Tickets erreichen Barocksaal, Gewölbekeller und Ausstellungssaal so viele Gäste wie nie zuvor. Die Leitung prüft nun Massnahmen, um dem steigenden Andrang gerecht zu werden.
Tourismus Bereits Ende Oktober lag die Zahl der verkauften Tickets bei 176'500 – mehr als im gesamten Vorjahr. Hochgerechnet rechnet Stiftsbibliothekar Cornel Dora bis Jahresende mit knapp 194'000 Eintritten. Besonders erfolgreich war die Sommerausstellung «Töne der Seele» im Barocksaal, die 134'000 Besucherinnen und Besucher anzog.
Die Entwicklung setzt sich über alle Monate fort: In diesem Jahr wurden bis Oktober an zwölf Tagen über 1000 Gäste im Barocksaal gezählt; im Vorjahr waren es vier. In den Sommermonaten überschritt die Bibliothek jeweils deutlich die Marke von 20'000 Besucherinnen und Besuchern. Ein Blick in die Geschichte zeigt die Dimension des Wachstums: In den 1930er-Jahren lag die Zahl bei rund 5000 Gästen, um 1960 bei 60'000 und um 1980 bei 85'000. Selbst die vom Stiftsbibliothekar einst gesetzte Zielmarke von 180'000 Tickets wird nun klar übertroffen. Gründe sieht Dora unter anderem im attraktiven Angebot und im allgemein wachsenden Tourismus. Auch die Aufhebung des Fotografierverbots habe die Sichtbarkeit stark erhöht: «Seither werden viel mehr Fotos geteilt – das ist wirkungsvolle Werbung», sagt er.
Mit den rekordhohen Zahlen wächst jedoch auch der organisatorische Druck. «Wir freuen uns über die grosse Strahlkraft», betont Dora, «doch wir sind gefordert, diese Besucherzahlen zu bewältigen und gleichzeitig den Schutz der Kulturgüter sicherzustellen.» Derzeit prüft die Leitung verschiedene An-passungen. Eine Möglichkeit sei eine verlängerte Öffnungszeit bis 18 Uhr während der Sommermonate. Auch eine Reduktion der öffentlichen Führungen steht zur Diskussion, da die Raumkapazitäten im Barocksaal klar begrenzt bleiben: «Mehr als 100 Personen gleichzeitig können diesen Ort weiterhin nicht besuchen», so Dora. Zudem werden Veränderungen im direkten Umfeld der Bibliothek erwogen, um die Gäste besser zu empfangen und Besucherströme effizienter zu lenken.
pd/sj
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