Jeyakumar Thiurairajah
wurde als St.Galler Stadtparlamentspräsident vorgeschlagen.
Die Graubündner Band "Reviväl" hat nach den Gewinn des bandXost Bandwettbewerbs grosse Ziele für die Zukunft.
Die junge Bündner Rockband Reviväl hat vor Kurzem das bandXost-Finale in der Grabenhalle St.Gallen gewonnen. Im Interview erzählen Schlagzeuger Luca Insalata (21) und Gitarrist Paulo Ferreira (20), wie sie zusammengefunden haben, wieso ein «ä» im Bandnamen steckt und wohin die Reise nun gehen soll.
Woher kommt der Bandname Reviväl?
Luca: Revival – also Wiederbelebung – ist das Ziel, das wir mit unserer Band verfolgen. Wir sind alle dank unseren Eltern mit der Musik der 70er-, 80er- und 90er-Jahre aufgewachsen. In unserer Musik versuchen wir, den Sound und den Lebensstil dieser Zeit zurückzubringen. Das «ä» in unserem Bandnamen haben wir gewählt, um aus der Masse an Bands mit «Revival» im Namen herauszustechen. Das fanden wir cool.
Wie würdet ihr euren Stil beschreiben?
Luca: Ich würde sagen, wir haben mittlerweile unseren ganz eigenen Stil – aber er baut klar auf der Rockmusik der 80er-Jahre auf.
Gibt es Bands, die euren Stil besonders geprägt haben?
Luca: Zwei der grössten Inspirationen sind Toto und Michael Jackson.
Paulo: Dem würde ich zustimmen, aber auch Whitesnake, Queen, Mötley Crüe und Journey gehören zu den Bands, die uns stark beeinflussen.
Reviväl besteht aus vier Mitgliedern. Wie habt ihr euch kennengelernt?
Luca: Ich habe Jay, unseren Leadsänger, 2021 im Musikladen «Blue Wonder» in Chur kennengelernt. Ich machte dort meine Lehre, er war Praktikant. Später begann er ebenfalls seine Lehre dort, und ich wurde sein Oberstift. Wir freundeten uns an und begannen, gemeinsam Musik zu machen. Kurz darauf lernten wir Paulo kennen. Er kam in den Musikladen, um eine Gitarre auszuprobieren. Als wir ihn spielen hörten, wussten wir sofort: Den wollen wir in unserer Band!
Paulo: Zu Beginn hatten wir noch einen Bassisten, den wir ebenfalls im Blue Wonder kennengelernt hatten. Er verliess die Band nach ein paar Jahren im Guten. Elio, unseren heutigen Bassisten, trafen wir beim BandXost 2022, als wir das erste Mal teilnahmen. Er war damals Schlagzeuger der Band Dr. Dipshit. Da er auch ein sehr guter Bassist ist und wir jemanden suchten, schloss er sich uns an.
2022 habt ihr erstmals am BandXost teilgenommen. Letztes Jahr standet ihr zum ersten Mal im Finale, und jetzt habt ihr gewonnen. Was hat sich seit eurem ersten Auftritt verändert?
Luca: Der Auftritt 2022 war erst unser zweiter Gig überhaupt. Wir hatten damals keine Ahnung, wie alles abläuft und worauf es ankommt. Nach jeder Teilnahme bekamen wir viel wertvolles Feedback, das wir uns wirklich zu Herzen nahmen. Deshalb machten wir 2023 bewusst Pause, um uns weiterzuentwickeln. Durch den vierten Platz 2024 wurden wir für viele neue Gigs gebucht – unter anderem fürs Open Air Lumnezia. Diese Bühnenerfahrung hat uns enorm geholfen und letztlich zum Sieg 2025 geführt.
Was hat sich für euch seit dem Sieg verändert?
Paulo: Es ist natürlich extrem cool, so einen Wettbewerb zu gewinnen. Und ja – man merkt es schon. Wir haben in den letzten Wochen deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen, auch medial. Dadurch konnten wir uns einem breiteren Publikum zeigen.
Bei euch hat es im dritten Anlauf geklappt. Was gebt ihr anderen Bands mit, die es nicht sofort ins Finale schaffen?
Luca: Bleibt dran! Es lohnt sich, wieder teilzunehmen. Wichtig ist, dass man sich die Zeit nimmt, die man braucht. Unsere Pause 2023, um uns persönlich weiterzuentwickeln, hat sich absolut gelohnt. Ich würde allen Bands empfehlen, die Jury-Tipps ernst zu nehmen und umzusetzen. Schaut euch andere Acts an, lasst euch inspirieren und saugt so viel Wissen und Erfahrung auf, wie möglich!
Worauf freut ihr euch im kommenden Jahr am meisten?
Paulo: Dank des Sieges dürfen wir nächstes Jahr an verschiedenen Festivals spielen – etwa am «Rock am Weier» oder «Musig uf dä Gass». Im Preis inbegriffen waren zudem ein Tourbus für den Sommer und massgefertigte In-Ear-Kopfhörer. Auf all das freuen wir uns riesig. Und wir nehmen neue Songs auf, die wir voraussichtlich Anfang nächsten Jahres veröffentlichen.
Welche Ziele habt ihr für die Zukunft?
Luca: Wir würden kommendes Jahr gerne am OpenAir St. Gallen und am Zürich OpenAir auftreten – und irgendwann vielleicht sogar im Hallenstadion Zürich vor ausverkauftem Haus spielen. In den nächsten Jahren wollen wir zudem in den Nachbarländern Fuss fassen und dort Konzerte spielen. Wir wollen unsere Musik zu den Menschen bringen und zeigen, wer Reviväl ist und was wir draufhaben!
Interview von Selim Jung
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