Obstmarkt 2.0 kann in die nächste Runde. Archivbild: z.V.g.
01.10.2026 07:01
Initiative versenkt: Planung für Obstmarkt und Platz kann weitergehen
Es kann weiter geplant werden: Die Herisauer Stimmbevölkerung hat die Initiative gegen eine Neuplanung des Obstmarkts in den nächsten zehn Jahren abgelehnt. Mit 59, 76 Prozent ziemlich deutlich. Die Stimmbeteiligung lag bei 49. Prozent.
Obstmarkt Herisau sagt klar Ja zur weiteren Planung für die Neugestaltung des Obstmarkts: Mit 2838 Nein- zu 1911 Ja-Stimmen schickten die Abstimmenden die Initiative «Obstmarkt Herisau: Keine Zwängerei – ein Nein ist ein Nein» am Sonntag bachab. Die Volksinitiative verlangte, dass der Obstmarkt und der Platz grundsätzlich für zehn Jahre in ihrer heutigen Form bestehen bleiben müssen und dass das Nein zum Projekt 2024 akzeptiert wird. Wäre die Initiative angenommen worden, hätten keine Kredite oder Mittel für Projektierungen, Planungen, Studien, Wettbewerbe oder dauerhafte Bauarbeiten für eine Neugestaltung oder Umnutzung beschlossen werden dürfen – es sei denn, diese wären vorgängig von den Stimmberechtigten genehmigt worden. Unterhalts- und Sanierungsarbeiten wären auch bei einem Ja zur Initiative möglich gewesen. Dass der Obstmarkt und der Platz beziehungsweise Beläge und Werkleitungen saniert werden müssen und die neue Bushaltekante gebaut werden muss, ist unbestritten. Nun ist der Weg frei für eine Abstimmung über ein überarbeitetes Obstmarkt-Projekt. Rückblick: Im Jahr 2024 sagten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Nein zum 8,81-Millionen-Projekt für den Obstmarkt. Nur 64 Stimmen haben damals für eine Annahme des Projekts gefehlt. Somit wurde die Sanierung und Neugestaltung von Obstmarkt und Platz ganz knapp abgelehnt. Eine Petition, die einige Monate später eingereicht wurde, forderte, dass die Nutzung des Dorfzentrums mit der Bevölkerung neu zu verhandeln und das Projekt Obstmarkt und Platz in angepasster Form noch einmal zur Abstimmung zu bringen sei. Hinzu kam eine Motion, die vom Einwohnerrat an den Gemeinderat überwiesen wurde. Deswegen nahm die Gemeinde die Planung wieder auf. Der Gemeinderat wird nun entscheiden, wie es mit der weit vorangetriebenen Vorlage «Obstmarkt & Platz 2.0.» weitergeht. Gegenüber der «Appenzeller Zeitung» sagte Gemeindepräsident Max Eugster, dass er sich vorstellen könne, dass Ende 2027 oder Anfang 2028 darüber abgestimmt werden könnte. Der Einwohnerrat müsse aber dem Geschäft zuerst zustimmen.
Stefanie Rohner