Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Am letzten Mittwoch besiegte der FC St.Gallen im Cupviertelfinal den FC Basel. Heute ist mit YB das nächste Schwergewicht des Schweizer Fussballs zu Gast. tb
Während die Chancen auf einen Titelgewinn im Cup dank des 2:1-Heimsiegs gegen Basel sehr gut stehen, ist Thun in der Meisterschaft den St.Gallern zuletzt enteilt. Um bei einem allfälligen Einbruch des Aufsteigers doch noch als erster Erbe bereit zu sein, sollten in den beiden Heimspielen dieser Woche sechs Punkte her.
Fussball Während die St.Galler in diesem Jahr in drei Partien erst zwei Punkte ergatterten, haben die Thuner vier Siege aneinandergereiht und dabei unter anderem die Schwergewichte YB und Basel bezwungen. So beträgt ihr Vorsprung auf die St.Galler, die nach Verlustpunkten immer noch Rang 2 belegen, bereits 13 Zähler. Auch wenn die St.Galler in der kommenden Woche noch ein Nachtragsspiel in Winterthur austragen, müssen sie bei zehn Verlustpunkten Rückstand nun auf jeden Fall gewinnen, um die leisen Hoffnungen auf den ersten Meistertitel seit 26 Jahren am Leben zu halten. Auch im Kampf um die Europacup-Plätze sind nach drei sieglosen Partien wieder Punkte gefordert, schliesslich liegen die Teams hinter dem enteilten FC Thun eng beisammen.
Heute Abend empfangen die St.Galler mit YB ein Team in der Krise. Die Berner, die in den letzten acht Jahren sechs Meistertitel sammelten, stiegen gemeinsam mit Basel als erster Meisteranwärter in die Saison. Nun kämpfen sie um die Teilnahme an der Champions Group, die von den sechs besten Teams bestritten wird. Zuletzt holten die Berner aus den beiden Begegnungen gegen die Stadtzürcher Clubs immerhin vier Punkte, davor mussten sie vier Meisterschaftsniederlagen infolge sowie das bittere Aus in der Europa League hinnehmen. Die beiden Direktbegegnungen zwischen St.Gallen und YB in dieser Saison hätten kaum gegensätzlicher verlaufen können. Auswärts feierten die Espen einen historischen Erfolg, siegten sie doch erstmals überhaupt im «neuen» Wankdorf, in dem immerhin seit 20 Jahren gespielt wird. Nur drei Wochen später blieben sie im Heimspiel gegen YB komplett chancenlos. Gleich mit 4:1 setzten sich die überlegenen Berner durch und zeigten dabei für einmal jene Stärke, die ihnen aufgrund des Spielermaterials viel öfters zugetraut würde. Da beide Teams zuletzt unterschiedliche Gesichter zeigten, ist die Ausgangslage für heute offen.
Klarer sind die Rollen für den Samstag verteilt, wenn die St.Galler den Grasshoppers Club empfangen. Auch wenn die Zürcher in der Meisterschaft zuletzt gleich dreimal hintereinander einen Rückstand aufholten und jeweils noch einen Punkt ergatterten, gehen die St.Galler als Favoriten ins Spiel, schliesslich empfängt der Tabellendritte den Zweitletzten. Auch gewann das Team von Enrico Maassen beide Direktbegegnungen in dieser Saison. Im Heimspiel feierten die Espen mit 5:0 gar einen Kantersieg, auswärts setzten sie sich mit 2:1 durch. Allerdings hat sich GC seit jenen beiden Partien auf dem Transfermarkt deutlich verstärkt. Mit Michael Frey und Emmanuel Tsimba ist insbesondere der Sturm inzwischen deutlich stärker besetzt. Und doch müssen die St.Galler einen solchen Gegner bezwingen, wenn sie in der Spitzengruppe mithalten wollen.
tb
Lade Fotos..