Auch im nächsten Jahr wird dem St.Galler Stadtrat die Arbeit nicht ausgehen. z.V.g.
21.10.2026 00:00
Herausfordernde Aufgaben-Vielfalt
Der St.Galler Stadtrat hat gemäss Aufgaben- und Finanzplan im nächsten Jahr ein Bündel von Aufgaben zu erledigen, darunter einige umstrittene, die auch Engagement verlangen. Viele stehen in Bezug zur Strategie/Vision 2030.
Aufgaben-Planung Im Bereich Finanzen und Organisation sollen durch vermehrte Kooperation mit den umliegenden Gemeinden, dem Kanton und anderen Organisationen Kosteneinsparungen und Qualitätssteigerungen resultieren. Die Anforderungen des Steueramts müssen über das ganze Jahr hinweg durch Mitarbeit im kantonalen IT-Grossprojekt «IT Steuern SG+» eingebracht werden. In der gesamten Dienststelle Bevölkerungsdienste werden die wesentlichen Prozesse geprüft, mögliche Optimierungen eruiert und erste Massnahmen zur Effizienzsteigerung eingeleitet. Die Stadtmelde-App soll als Sparmassnahme entanonymisiert werden, was zu weniger Meldungen führt. Die städtische Website wird hinsichtlich Barrierefreiheit überprüft. Notwendige Anpassungen zur Verbesserung der digitalen Zugänglichkeit werden ausserdem umgesetzt.
Konzept für die Schulgesundheit
Besonders viele Neuerungen sind im Bereich Schule, Freizeit und Sport vorgesehen. Die Strategie für die fünf räumlichen Sport-Schwerpunkte wird vom Stadtrat, ausgerichtet auf die GESAK-Umsetzung, festgelegt. Die Wegnetzplanung für das Freizeitnetz wird in Abstimmung mit dem Tiefbauamt abgeschlossen und es werden erste
Umsetzungsschritte vorgenommen. Das Konzept der Schulgesundheit und die strategische Ausrichtung werden aktualisiert und auf die zukünftigen Anforderungen der Volksschule ausgerichtet. Die Angebote Jugendtreff Looping, Jugendaktionsraum JAM und Mädchentreff sind am gemeinsamen Standort Kirchgemeindehaus Stephanshorn zusammengeführt. Der neue Gebührentarif für die Nutzung der Schul-, Sport- und Freizeitanlagen wird erlassen. Für die Räume, welche Dritte auf den Schul- und Sportanlagen zur ausschliesslichen Nutzung überlassen werden, sollen Mietverträge abgeschlossen werden.
Bewältigung von Grossereignissen
Im Bereich Soziales und Sicherheit wird im KESB ein KI-Modul auf der Basis von CMI gemeinsam mit
weiteren KESB im Kanton St.Gallen beschafft und betrieben. Ein integriertes Resilienz- und Risikomanagement für Aufgaben der Feuerwehr, die Bewältigung von Grossereignissen, klimabedingte Ereignisse sowie spezifisch urbane Risiken wird erstellt. Dabei wird die Bevölkerung durch Informationsmassnahmen sensibilisiert. Ein Schutzkonzept für Grossveranstaltungen unter Aktualisierung der Instrumente wird ebenfalls erarbeitet. Die städtische Umsetzung des revidierten Kinderbetreuungsgesetzes (KIBG) wird inhaltlich geklärt und organisatorisch vorbereitet. Im Zusammenhang mit dem Suchtmittelkonsum und der Obdachlosigkeit wird eine direktionsübergreifende Massnahmenpalette erarbeitet, um die Situation im öffentlichen Raum zu entschärfen. Erste Umsetzungsschritte sollen an die Hand genommen werden.
Abschluss der Ortsplanung
Im Bereich Bau und Verkehr wird die Ortsplanungsrevision, basierend auf der Mitwirkung und Vorprüfung, abgeschlossen und das Dossier für die öffentliche Auflage vorbereitet. Die städtische Regelung der Liegenschaften im Verwaltungsvermögen wird erarbeitet und eingeführt unter Angabe der Verantwortlichkeiten im gesamten Immobilien-Management. Die Umsetzung des Mobilienkonzepts 2050 soll starten. Für die Zusammenlegung der Bahnhöfe Bruggen und Haggen werden die notwendigen Kredite beim Stadtparlament und beim Stimmvolk eingeholt. Gleichzeitig wird bereits die Quartierentwicklung vorangetrieben.
Global-Budget-Modell
Im Bereich der Technischen Betriebe sollen die Ausschreibungsunterlagen für die Beschaffung der
neuen Batterie-Trolley-Busse im Rahmen der dritten Etappe der Elektrifizierung fertiggestellt werden. Für das neue Unterwerk Steinachstrasse soll der Baustart erfolgen. Für die Sanierung des Kehrichtheizkraftwerkes (KHK)
werden das Vorprojekt und die Abstimmungsunterlagen vorbereitet. Die Prüfung und Ausarbeitung
eines konkreten Global-Budget-Modells für die Verkehrsbetriebe (VBSG) wird abgeschlossen und dem Parlament gegebenenfalls eine Vorlage unterbreitet.
Von Franz Welte