Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Von Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. Januar, lädt die Gossauer Guggenmusik Gassächlöpfer zur siebten Ausgabe des Guggenfestivals Fürstenland. Dazu gehört wie im Vorjahr wieder ein Fasnachtsumzug, der vom Bahnhof über einen Rundweg zum BBC führt. Der Eintritt ist frei.
Fasnacht «Wir wollen Gossau wieder zu einer Fasnachtshochburg machen», erklärt Yves Holenstein, Präsident des Organisationskomitees. Diesbezüglich wähnen sich die Organisatoren auf gutem Weg. «Für die letzte Austragung mussten wir bei den Gastguggen noch Überzeugungsarbeit leisten. Für die aktuelle Ausgabe waren sämtliche Slots schon im Sommer vergeben. Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass sich ein Besuch bei uns lohnt», freut sich Holenstein. Je eine Gugge reist aus Winterthur und aus Schwyz an, die restlichen Formationen stammen aus der näheren Region, dem Appenzellerland sowie dem Rheintal. Die Guggen bestreiten am Freitag ab 19 Uhr die Guggenparty, am Samstag ab 16.30 Uhr das Guggen-Openair und am Sonntag ab 13.30 Uhr die Uuslumpete. Der Fasnachtsumzug startet am Sonntag um 12.12 Uhr.
Auch der Fasnachtsumzug sei früh ausgebucht gewesen, erzählt Holenstein. Bei 40 Sujets habe man die Anmeldung geschlossen, damit der Umzug nicht zu lange dauert. «Grundsätzlich haben wir die Gruppen nach Eingang der Anmeldungen berücksichtigt, wobei wir allen einheimischen Fussgruppen einen Platz sicherten», erzählt Holenstein. Wie bei der Premiere im Vorjahr führt der Weg über Bahnhof-, Kirch- Hirschen-, Mooswies- und Negrellistrasse zum BBC. Angeführt wird der Umzug von den Gassächlöpfern selbst, das Motto lautet erneut «einfach andersch» und der Eintritt ist wiederum frei. «So benötigen wir keine Helferinnen und Helfer, um Zugänge zur Strecke zu kontrollieren», erklärt Holenstein. Die Kehrseite ist, dass der Umzug im vergangenen Jahr ein Defizit auswies – trotz der Unterstützung durch die Raiffeisenbank als Hauptsponsor und der Kollekte aus dem Publikum. Doch obwohl sich der Umzug finanziell nicht auszahlte, wollten die Organisatoren daran festhalten. «Dieses Engagement steht unter dem Motto ‘von Gossau für Gossau’. Im letzten Jahr haben wir den Umzug querfinanziert mit dem Gewinn aus den Abendveranstaltungen. In diesem Jahr versuchen wir mit Verpflegungsmöglichkeiten an der Strecke zusätzliche Einnahmen zu generieren», erzählt Holenstein. So soll der Umzug längerfristig selbsttragend durchgeführt werden können. Das OK hat sich für die Zukunft für eine Durchführung im Zweijahresturnus abwechselnd mit Herisau entschieden, wobei die Umzüge in Gossau in den geraden Jahren stattfinden.
Für die Durchführung des Guggenfestivals Fürstenland stehen zahlreiche Helferinnen und Helfer im Einsatz. «Insgesamt sind es über 100 Schichten», erzählt Holenstein. Der Grossteil der Freiwilligen werde aus der Guggenmusik selbst rekrutiert, dazu stünden zahlreiche Bekannte der Vereinsmitglieder im Einsatz. «Wie für viele andere Vereine ist die Suche nach neuen Mitgliedern und freiwilligen Helferinnen und Helfern auch für uns nicht einfach. Doch aktuell haben wir mit 35 Mitgliedern eine gute Grösse und können diesen Anlass stemmen», so Holenstein.
Alle Programmpunkte ausser dem Umzug finden im Festzelt beim BBC statt – so auch der Familiennachmittag am Samstag mit Kinderschminken und Animation. «Das Festzelt wurde aufgrund des grossen Publikumsaufmarschs im Vorjahr nochmals um 100 Quadratmeter vergrössert, so dass zusätzliche 200 Personen Platz finden», erklärt Holenstein. An Freitag sorgen neben den Guggen die «Partyhelden» für musikalische Unterhaltung, am Samstag treten die «Dorfrocker» auf. Ein neuer Programmpunkt ist der Frühschoppen am Sonntag ab 9 Uhr. «Dort erfolgt unter anderem die Nummernausgabe für den Umzug. Die Stubete mit Örgelimusik ist öffentlich: Es sind alle willkommen, die schon wieder bei Kräften sind», sagt Holenstein lachend. Für die Organisatoren und die Helferinnen und Helfer werde es auf jeden Fall ein strenges Wochenende. «Es wird von Samstag auf Sonntag sehr wenig Schlaf geben», sagt der OK-Präsident. Der Vorfreude tut dies aber keinen Abbruch.
Von Tobias Baumann
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